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Die Myoreflextherapie beim Hund

 

 

Die Myoreflextherapie wird normalerweise im Humanbereich angewandt. Michael Zischka, Human-Physiotherapeut aus Gosheim und ich (wir sind beide Hundeliebhaber) haben uns entschieden, diese Therapieform auch auf den Hund zu übertragen. Ich ließ mich hierzu von Michael Zischka (www.michael-zischka.de) ausbilden und wende ab sofort diese Therapieform bei meinen vierbeinigen Patienten an!

 

 

Zunächst einmal: Wofür steht "Myoreflex"?

1. Myo/Myos = griechisch mys, Muskel

2. Reflex = das Auslösen einer Reaktion durch einen äußeren Reiz


Wie wir wissen, kann sich jeder einzelne Muskel wechselweise zusammenziehen oder entspannen. Dadurch bewegen die Muskeln den Körper, äußerlich sichtbar wie in der Fortbewegung oder auch innerlich, beispielsweise das Herz. Muskeln verfügen über unzählige kleine Sensoren (Messfühler), die dem Körper vermitteln, was gerade geschieht und welche Bewegung auf welche Weise, mit welchem Krafteinsatz ausgeführt wird. Die Teile der Muskeln, die an den Knochen ansetzen (Muskelansätze und -ursprünge), verfügen über besonders viele dieser Körpersensoren. Alle Muskeln zusammen bilden die Muskulatur.

 

 

Nur gemeinsam sind wir stark!

Wenn wir uns bewegen - sowohl bewusst als auch unbewusst - werden viele Muskeln aktiviert, ohne dass die Vielzahl oder das Zusammenspiel direkt wahrnehmbar ist. Wird ein Muskel bewegt, so lässt sich diese Energie niemals auf nur diesen einen Muskel begrenzen - sie wirkt in sogenannten funktionalen Zusammenhängen oder kinetischen Ketten: den Gliedern einer Kette ähnlich, hängen alle Muskeln miteinander zusammen. Sie dürfen nicht isoliert betrachtet und behandelt werden. - Dasselbe geschieht bei jeder Bewegung des Hundes!

 

 

Wenn das Gleichgewicht nicht stimmt

Der Körper (von Mensch und Tier) ist mit all seinen Knochen, Sehnen, Knorpeln und Muskeln so aufgebaut, dass er  - physikalischen und mechanischen Gesetzen gehorchend - ein harmonisches Kräftegleichgewicht unterhält.

Wenn das Zusammenspiel der Muskeln nicht mehr gelingt und dadurch ein Körperteil in seiner Funktion gestört ist und schmerzt, versuchen die benachbarten Körperteile, diesen Fehler zu kompensieren - man nimmt eine Schonhaltung ein, die wiederum an anderen Stellen zu Verspannungen und Beeinträchtigungen führt.

 

 

Mit der Myoreflextherapie gegen den Muskelschmerz
Mit der Myoreflextherapie stellt man die ursprüngliche, ausgewogene Kräfteverteilung im Körper wieder her und ermöglicht eine schmerzfreie und funktionstüchtige Bewegung.

 

 

Wann kann die Myoreflextherapie auch beim Hund angewandt werden?

Zum Beispiel bei Erkrankungen des gesamten Bereichs "Bewegungsapparat" mit Muskeln, Sehnen, Gelenken, Bändern, wie

  • Wirbelsäulenerkrankungen (Spondylose, Cauda-Equina-Kompressionssyndrom, Bandscheibenvorfälle)
  • Skelett- und Wachstumserkrankungen (Hüftgelenksdysplasie, Ellbogendysplasie)
  • Gelenkserkrankungen (Arthrose, allg. Gelenksbeschwerden oder Funktionsstörungen)
  • Gelenksblockaden
  • Erkrankungen und Funktionsstörungen von Knochen, Sehnen und Muskeln (auch bei Schulter - oder Kniefunktionsstörungen)

 


Was passiert bei der Myoreflextherapie?

Durch Ertasten (Palpation) der Muskulatur wird die angespannte Muskulatur, ggf. auch schmerzhafte Verhärtungen gefunden. Danach werden bestimmte Punkte (Akupressurpunkte) des entsprechenden Muskels durch eine Druckpunktmassage stimuliert. Durch die Druckpunktmassage löst sich die Verhärtung auf und es wird ein Reflex ausgelöst, der die Verspannung(en) löst. Dabei kommt es zu einer Entlastung der Gelenke und Weichteilstrukturen. Umstellungsreize veranlassen den Organismus zu einer entsprechenden Regulation und zur Wiederherstellung einer funktionstüchtigen, schmerzfreien Anatomie.

 

Zusammen mit der Myoreflextherapie werden Dehnübungen ausgeführt.

 

 

 

 

 

(Nimo bei der Myoreflextherapie-Schulung)


 

 

© Petra Schneider, email: info@healthydog.de zuletzt aktualisiert: 04.09.2010